CDU Ortsverband Kupferdreh/Byfang

Stadtgespräch der CDU-Fraktion zum Thema „Sicherheit und Prävention

Sind ältere Menschen stärker von Kriminalität bedroht als jüngere?

 Mit dem Titel „Sicherheit und Prävention – Sind ältere Menschen stärker von Kriminalität bedroht als jüngere?“ setzte die CDU-Fraktion am 27. April im Seniorenzentrum Margarethenhöhe ihre Reihe der Stadtgespräche mit zahlreichen Gästen fort.
Unter der Moderation von Klaus-Dieter Pfahl, Mitglied des Seniorenbeirates standen Fragen im Mittelpunkt, warum beispielsweise ältere Menschen für die Täter interessant sind, wie Täter vorgehen oder ob man Täter erkennen könne.
Auf dem Podium diskutierten Lothar Hegemann MdL, Mitglied der CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag und Mitglied im Innenausschuss des Landtages Nordrhein-Westfalen, die Vorsitzende des CDU-Stadtbezirks Essen-West, Brigitte Harti, Michael Flachmann, Vorstand der Margarethe-Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge sowie Wilfried Goldmann, Kriminalhauptkommissar a.D. und ehemaliger Leiter des Kommissariats Vorbeugung.
In der Diskussion wurde deutlich, dass die Frage, ob ältere Menschen eher Opfer von Kriminalität und Gewalt würden als jüngere sowohl mit ja als auch mit nein beantwortet werden müsse. Mit nein, weil der Anteil der jüngerer Menschen an der Gesamtbevölkerung höher sei. Und mit ja, weil bestimmte kriminelle Taktiken, wie zum Beispiel der so genannte Enkeltrick speziell auf ältere Menschen abziele. Darüber hinaus sei festzustellen, dass die Täter oftmals immer brutaler und rücksichtsloser vorgingen. Dies hänge auch damit zusammen, dass es mittlerweile eine Globalisierung von Kriminalität gebe. Mit der Folge, dass sich auch die Täterprofile ändern würden. Insbesondere ältere Menschen würden oft Opfer von Straftaten werden, die übers Telefon oder an der Haustüre versucht würden begangen zu werden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Seniorinnen und Senioren tagsüber häufig zu Hause anzutreffen seien.
In seinem Schlussstatement betonte Dirk Kalweit, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Im vergangenen Jahr wurden laut ‚Jahresbericht Kriminalitätsentwicklung 2016‘ alleine in Essen rund 61.000 Kriminalitätsfälle erfasst. Dies sind rund 168 kriminelle Handlungen Tag für Tag. Und jede dieser Kriminalitätsfälle, unabhängig des Alters der betroffenen Opfer, ist ein Angriff auf die Seele eines Menschen. Gerade ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sollten fremden Personen gegenüber ein gesundes Misstrauen an den Tag legen und im Zweifel sich nicht davor scheuen, Nachbarn, Verwandte oder die Polizei um Hilfe zu bitten.“
Auf dem Bild sind v.l.n.r. zu sehen: Dirk Kalweit (stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion Essen), Brigitte Harti (Vorsitzende des CDU-Stadtbezirks Essen-West), Wilfried Goldmann (Kriminalhauptkommissar a.D. und ehemaliger Leiter des Kommissariats Vorbeugung), Lothar Hegemann MdL (Mitglied der CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag und Mitglied im Innenausschuss des Landtages Nordrhein-Westfalen) und Michael Flachmann (Vorstand der Margarethe-Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge).