Essen, die wachsende Stadt – jünger, bunter, sozial heterogener –

Traditionelles Politisches Hörsaal-Gespräch am Innovationscampus Kupferdreh

 Kupferdreh. Am Dienstag, dem 29. Mai 2018, um 19.00 Uhr, veranstaltet die CDU Kupferdreh/Byfang das zweite Politische-Hörsaal-Gespräch im Jahr 2018 auf dem Innovationscampus Kupferdreh. Im Hörsaal der Steinbeis-Hochschule für Gesundheitsberufe (im tiefsten Grün auf höchsten Niveau studieren), Prinz-Friedrich-Straße 3 in Essen-Kupferdreh, wird diesmal - auf Einladung des CDU-Vorsitzenden Ratsherr Dirk Kalweit - der Essener Stadtdirektor und Planungsdezernent, Herr Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Best, als Referent und Diskutant zur Verfügung stehen. Das Thema des Abends lautet: „Essener
Stadtplanung in Zeiten gravierender Veränderungen - Herausforderungen an die Stadtplanung im 21. Jahrhundert - Schlaglichter für Kupferdreh / Byfang / Dilldorf“. Im Rahmen eines höchst interessanten Vortrages wird der Essener Planungsdezernent Hans-Jürgen Best eine Analyse zur Stadtentwicklung präsentieren und aktuelle Planungsziele der Essener Stadtverwaltung vorstellen. Im Zentrum des Abends stehen dabei u.a. die Herausforderungen einer wachsenden, bunter werdenden und sozial auseinanderdriftenden Stadt, die beim Flächenvorrat für Wohn- und Gewerbegebiete stark eingeschränkt und begrenzt ist. Intelligente Lösungen sind hier von der Politik und der Verwaltung gefragt und sollen vorgestellt und diskutiert werden. Die Abendveranstaltung der CDU verspricht somit höchst spannende Einblicke in die aktuelle Essener Stadtentwicklung – auch im Kontext des Flüchtlingszuzuges in den letzten drei Jahren -. 
 
Essen wächst, was nun - kein generelles Bevölkerungswachstum, sondern Wanderungsbewegungen 
 
Mit dem diesmonatigen Gastreferenten beim Hörsaal-Gespräch in Kupferdreh, dem Essener Stadtdirektor und Planungsdezernenten Hans-Jürgen Best, stellt sich bereits der dritte Verwaltungsvorstand der Stadt Essen im Jahr 2018 den Bürgerfragen beim KLARTEXT-Dialog der örtlichen Christdemokraten – und der Stadtdirektor ist ein prominentes Verwaltungsschwergewicht in Essen. Bereits seit 1983 bei der Essener Stadtverwaltung – mit kurzer Unterbrechung - beschäftigt, verantwortet der gebürtige Borbecker seit 1998 das Stadtplanungsdezernat in Essen. Der Sozialdemokrat Best, ein kreativer Kopf und fachlich bestinformierter Fachmann, gilt als protestantischer Selbst- und Querdenker, was ihm eine so hohe Reputation einbrachte, dass er auch unter CDU-Führungen in Essen als Beigeordneter immer wieder im Amt bestätigt wurde. Ehrenamtlich engagiert in der evangelischen Kirche, passionierter Pianist und Radfahrer, ist Hans-Jürgen Best ein interessanter, selbstbewusster, konstruktiv streitbarer, unideologischer und beliebter politischer Weggefährte vieler kommunal engagierter Politiker in Bezirksvertretungen und Rat der Stadt - unabhängig des Parteibuches. Nach den Großbaustellen Philharmonie, Krupp-Gürtel, Univiertel, Limbecker Platz – welche alle erfolgreich abgeschlossen werden konnten - kommt nun, am Ende seiner beruflichen Amtszeit, eine neue Herkulesaufgabe auf ihn zu. Die Stadt wächst wieder – jedoch nicht durch die umworbenen sog. Berufseinpendler, sondern weitestgehend durch Zuwanderung von Personen, die quantitativ nicht unwesentlich in die sozialen Sicherungssysteme einwandern. Der demographische Wandel hält zwar an, aber die Stadt wird trotzdem in Teilen jünger, kulturell, religiös und ethnologisch vielfältiger und in einigen Bereichen sozialpolitisch auch problematischer. Seit einiger Zeit übersteigt die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum das Angebot. Gleiches gilt für Gewerbeflächen und die soziale Infrastruktur. Die internationale Zuwanderung und Flüchtlingsproblematik verschärft(e) diese Situation nicht unwesentlich. Das führte und führt zu einer immer stärkeren Veränderungsdynamik – in den Quartieren wie in der Stadtgesellschaft. Nach 30 Jahren des Schrumpfens könnten in einigen Jahren wieder über 600.000 Menschen in der Stadt leben.
Nun muss die Infrastruktur angepasst werden - für jungen Familien, gut ausgebildeten Fachkräfte und aktiven Seniorinnen und Senioren. Es bedarf neuer passender Arbeitsplätze – und damit neuer Gewerbeflächen -, neuen attraktiven Wohnraums – und somit neuer Wohnbauflächen -, sowie guter Freizeit- und Bildungsangebote. Und es bleibt die Herausforderung Nord-Süd-Gefälle! 
 
So bleibt die Frage des Abends, welche Herausforderungen stellt die „wachsende Stadt“ für die Essener Stadtentwicklung, die Architektur und den Städtebau? Wie lassen sich auch neue Wege gehen? Und von welchen internationalen Vorbildern kann Essen lernen? Was sind die neuen Planungen für Byfang, Dilldorf und Kupferdreh? Beim Politischen-Hörsaal-Gespräch der CDU in Kupferdreh wird also wieder der Finger in die Wunde gelegt. Ziel ist der konstruktive Austausch und der Weg ins Gelingen!
 
Alle Interessierten sind dazu recht herzlich eingeladen. 

 

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