Weltwärts nach Indien

Essener Abiturient im Freiwilligendienst – unterstützt von Dirk Kalweit, Mitglied im Rat der Stadt Essen

 Am 6. August beginnt für den Dilldorfer Abiturienten Manuel Simon eine spannende Zeit: Acht Monate lang wird der 18-Jährige in Indien einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolvieren. Unterstützt wird er dabei unter anderem vom Vorsitzenden der CDU Kupferdreh/Byfang, Ratsherrn Dirk Kalweit.


„Ich möchte Internationale Beziehungen studieren und mich später als Journalist vor allem mit entwicklungspolitischen Themen beschäftigen“, beschreibt der 18-Jährige aus Kupferdreh/Dilldorf seine Motivation für den Freiwilligendienst. „Da ist es sicherlich sinnvoll, praktische Erfahrungen zu sammeln und aus nächster Nähe zu erleben, wie Entwicklungshilfe funktioniert.“

 

Der Freiwilligendienst wird durch das „weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit zu 75 Prozent gefördert. Die restlichen 25 Prozent steuern die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie (Bensheim) sowie ein privater Förderkreis bei, dem auch Ratsherr Dirk Kalweit angehört.

Dazu Dirk Kalweit: „Wenn sich ein junger Mensch dazu entschließt, statt nach dem Abitur sofort zu studieren sich erst einmal mehrere Monate ehrenamtlich in einem sozialen Projekt zu engagieren, so verdient dieser Entschluss größte Anerkennung und Unterstützung. Die Entscheidung von Manuel Simon, dies in einem sog. Schwellenland zu tun, begrüße ich sehr. Gerade in einer Welt, die im Kontext der zunehmenden Globalisierung religiös und kulturell immer vielfältiger wird, ist es zwingend erforderlich, interkulturelle Kompetenzen zu erlangen. Zudem müssen wir im globalen Zusammenwachsen verstärkt lernen, ein globales solidarisches Verhalten als ethisches Grundprinzip zu entwickeln. Nur so wird eine zukünftige friedliche Koexistenz der Völker und Religionen möglich sein. Ich bin mir sicher, dass die nun vor Manuel Simon liegenden Erlebnisse und Erfahrungen  in Indien ihn selbst weiter bringen werden und auch in seiner zukünftigen beruflichen Entwicklung prägen werden. Zudem kommt, dass wir gerade hier in Byfang, Dilldorf und Kupferdreh einen ganz besonderen Bezug zu Indien haben. Mit dem neu renovierten indischen Karmeliter Kloster in Dilldorf an der Oslender Straße und den dort lebenden und arbeitenden Patres, die das Gemeindeleben in unseren Orts- und Stadtteilen so eindrucksvoll bereichern, erleben wir tagtäglich ein Stück der indischen Lebensfreude hier im Essener Süden. Der Prior des Ordens, Pater Paul Bavakkat, kommt zudem genau aus der Region, in die Manuel Simon nun reisen wird. Wie schön, dass ein Dilldorfer Jugendlicher nun in Indien ein Stück der praktizierten Nächstenliebe bekunden kann, die die indischen Patres seit Jahren hier bei uns leben.“

 


Manuel Simon wird gemeinsam mit einem zweiten Freiwilligen aus Deutschland ab 6. August 2014 in einem Projekt der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie im südindischen Bundesstaat Kerala tätig werden. Die indische Partnerorganisation vor Ort arbeitet mit Randgruppen in der indischen Gesellschaft, fördert Selbsthilfegruppen für Frauen und Rehabilitationsprogramme für körperlich und geistig Behinderte. Außerdem wird Manuel Simon den Englischunterricht für Kinder und Jugendliche an einer Schule unterstützen.

Hintergrund:

„Weltwärts“ ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2008 ins Leben gerufen wurde. Das Programm richtet sich an junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die sich in einem sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenland engagieren wollen.

Der Freiwilligendienst läuft über sechs bis 14 Monate und umfasst lokale Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Seit 2008 haben rund 20.000 Freiwillige an „weltwärts“ teilgenommen.
www.weltwaerts.de

 

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